Hier folgen die beiden Begründungen meiner Mandatsniederlegungen (Fakultät und UKS).
Die Auslassungen sind an dieser Stelle irrelevant, weil sie einen anderen Sachverhalt betreffen.

 

Herrn Professor
Dr. G. Scholtz
Dekan der Fakultät III der
Ruhr-Universität Bochum
44780 Bochum

Mein Mandat als studentischer Vertreter in den Gremien der Fakultät III

Sehr geehrter Herr Dekan,

unter großem Bedauern erkläre ich hiermit die Niederlegung meiner Mandate in Fakultätsrat und Struktur- und Finanzkommission Ihrer Fakultät mit sofortiger Wirkung.
Nachdem ich am 06.d.M. erfuhr, daß Herr Prof. [Name] eine mir nach der MPO zustehende zweite und letzte Themenstellung für die Magisterarbeit und die notwendige Unterstützung dafür verweigert, fühle ich mich in Ihrer Fakultät nicht mehr gut aufgehoben.
Hilfreich wäre es für eine Weiterführung des Examens, wenn den Studierenden vor dem Beginn der zweiten Arbeit die Gutachten und die durchgearbeitete Fassung der erfolglosen Magisterarbeit zugänglich gemacht würden, damit sie an ihrer Leistungsoptimierung arbeiten könnten.
Außerdem teilte mir Herr Prof. [Name] anläßlich des o.g. Gesprächs mit, daß im Direktorium des Instituts für Philosophie Konsens darüber besteht, daß, wie in meinem Fall, B.A.-Examensabsolventen mit der Note 3 und schlechter nicht zur Weiterführung des Studiums zum M.A. geeignet sind und doch direkt in den Beruf gehen sollten. Das ist meiner Meinung nach nicht im Sinne der Studierenden, zeigt die "Mogelpackung" der gestuften Studiengänge und müßte den Studierenden vorher eröffnet werden, damit sie eine Chance haben, sich entsprechend einzurichten und/oder sie sich nicht den Mühen eines (nach dortiger Auffassung hoffnungslosen) Magisterexamens unterwerfen.

Durch ähnliche, auch auf die mir widerfahrene Behandlung hinsichtlich der abgelehnten Aufnahme in den Studiengang "ECUE" zurückzuführende, Beweggründe legte ich bereits in der Struktur- und Finanzkommission des Instituts für Pädagogik mein Mandat nieder.

[.....]

Meine Entscheidung verstärkend kommt hinzu, daß das neue Hochschulgesetz und damit auch die zukünftige Verfassung der Ruhr-Universität die mühsam erworbene (und doch nicht einmal paritätische) Mitbestimmung aller Statusgruppen nahezu beseitigt und die Gremien dadurch nur noch eine unbedeutende "Alibifunktion" haben, für die sich der Zeitaufwand nicht lohnt.


Hochachtungsvoll

[Essen, 2002-02-13]

Herrn
Dirk Krüger
Gremienberater der Ruhr-Universität Bochum
44780 Bochum

Mein Mandat als studentischer Vertreter in der UKS

Hallo Dirk,
hiermit lege ich mit sofortiger Wirkung mein Mandat nieder. Dafür habe ich folgende Gründe:

  1) Die RUB verweigert mir den Zugang zum Studiengang "Europäische Kultur und Wirtschaft" an der Fakultät III. Ich überlege gerade, dagegen in Gelsenkirchen Klage einzureichen. Fragwürdig ist u.a. die Beschränkung der Zulassung in der Studien- und Prüfungsordnung durch die Note. Normalerweise müßte bei Zulassungsbeschränkungen ein NC beantragt werden.
  2) Der Erstgutachter (am Institut für Philosophie, Fakultät III) meiner durchgefallenen Magisterarbeit verweigert die Betreuung der mir nach der MPO zustehenden Wiederholung. Außerdem teilte er mir anläßlich des Gesprächs mit, daß im Direktorium des Instituts für Philosophie Konsens darüber besteht, daß, wie in meinem Fall, B.A.-Examensabsolventen mit der Note 3 und schlechter nicht zur Weiterführung des Studiums zum M.A. geeignet sind und doch direkt in den Beruf gehen sollten. Das ist meiner Meinung nach nicht im Sinne der Studierenden, zeigt die "Mogelpackung" der gestuften Studiengänge und müßte den Studierenden vorher eröffnet werden, damit sie eine Chance haben, sich entsprechend einzurichten und/oder sie sich nicht den Mühen eines (nach dortiger Auffassung hoffnungslosen) Magisterexamens unterwerfen.
Die Aussagen des Professors hat der Dekan inzwischen schriftlich abgewiegelt und auch auf die Beratungsverpflichtung in den neuen gestuften Studiengängen hingewiesen.
Vor Beginn meines Vertiefungsstudiums ließ ich mich durch den Studienberater und vor der Anmeldung zum Magisterexamen durch den Erstgutachter beraten. Damals wurden keine Bedenken geäußert.
  3) Das neue Hochschulgesetz und damit auch die zukünftige Verfassung der Ruhr-Universität beseitigt nahezu die mühsam erworbene (und nicht einmal paritätische) Mitbestimmung aller Statusgruppen und gibt den Gremien dadurch nur noch eine unbedeutende "Alibifunktion", für die sich der Zeitaufwand nicht lohnt.
  4) Ich hätte mich besser intensiver um mein Studium kümmern sollen als mich in Gremienarbeit zu "verzetteln". Das will ich ab sofort ändern!


Meine Mandate in Fakultätsrat und Finanz- und Strukturkommission der Fakultät III, wie auch in der Finanz- und Strukturkommission des Instituts für Pädagogik legte ich bereits nieder.

Mit freundlichen Grüßen


z.K.: Herrn Prorektor Prof. Dr. V. Nienhaus,
Vorsitzender der UKS



[Essen, 2002-02-21]

       

2004-11-21, 19:27 h - JfhL

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